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1. Oktober 2016
01.11.2016
1. November 2016

Gedanken zum Monatsspruch November 2016

  Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran,                       dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem
  dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe                                         in euren Herzen.
                                                                                                                       2. Petr 1,19

Bereits in einigen Orten wird nachts zwischen ein und vier Uhr die
Straßenbeleuchtung abgeschaltet, andere werden folgen.
Geldersparnis und Klimaschutz werden zur Begründung angegeben.
Ob es nicht auch andere Mittel gäbe, diese Ziele zu erreichen als
eine zeitweilige Verdunklung, darf man fragen. Vielleicht wird im
Dunklen aber auch erst richtig sichtbar, wie wertvoll das Licht ist.
Denn je tiefer die Dunkelheit, umso größer ist die Sehnsucht nach
Licht. Das war auch Jochen Kleppers Erfahrung. Er lebte in einer Zeit,
in der nicht nur Lampen und Straßen verdunkelt wurden, sondern
auch viele Herzen. Der Hass auf jüdische Menschen beherrschte den
Alltag. Die Zukunft der Familie des Dichters wurde immer finsterer. Am
Zweiten Advent 1935 betrachtet er seinen Rückzugsraum: „Ob die
Sonne das Zimmer mit seinen zarten Alpenveilchen überglänzt, ob
der Schein der alten, hohen Kirchenlampe auf Tisch und Bücher fällt,
ob nur die Lichter am Adventskranz brennen, immer ist ein Schimmer
über dem Raum, wie ich ihn in noch gar keiner Wohnung fand. Dieses
war die von Gott gemeinte Möglichkeit des eigenen Lebens.“ Keine
Helligkeit oder Heiligkeit erleuchtet einen Weg so sehr wie Gottes
gute Gedanken für uns. Ja, Menschenverachtung, Terrorismus und
Gewalt verdunkeln das Licht der Hoffnung auch in unseren Zeiten.
Aber Gott will sich in unser Inneres und in unsere Zukunft begeben,
um hell zu machen, was das Dunkel verbirgt.
aus: „Gottes Wort für jeden Tag“